Blühender Wildstrauch mit dunklen Beeren

Wildgehölze

Von dornigem Weißdorn bis duftendem Holunder: Entdecken Sie unser Sortiment heimischer Wildgehölze für naturnahe Gärten mit viel Leben sowie Vielfalt.

Weißdorn

Blühender Weißdorn

Weißdorn

Der Weißdorn (Crataegus) ist ein heimisches Rosengewächs und gehört zu den wertvollsten Wildgehölzen für Insekten und Vögel überhaupt. Im Mai bedeckt er sich über und über mit weißen Blütendolden, die zahlreiche Bienen anlocken – ihr strenger Geruch erinnert manche allerdings eher an verwesendes Fleisch als an Frühling. Im Herbst reifen leuchtend rote, mehlige Früchte, die von über 30 Vogelarten geschätzt werden. Dank seiner spitzen Dornen und des dichten Wuchses eignet sich Weißdorn hervorragend als einbruchhemmende Wildhecke. Er wird als Strauch oder kleiner Baum bis zu 8 Meter hoch, verträgt Rückschnitt gut und gedeiht auf nahezu jedem Boden. In der Naturheilkunde gilt Weißdorn seit jeher als bewährtes Herzmedikament.

Euonymus

Pfaffenhütchen mit auffälligen Früchten

Euonymus

Das Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) verdankt seinen Namen den auffälligen, viereckigen, rosaroten Fruchtkapseln, die sich im Herbst öffnen und leuchtend orange Samen freigeben – ein Farbspiel, das kaum ein anderes heimisches Wildgehölz bietet. Alle Pflanzenteile sind giftig für Menschen, für Vögel dagegen sind die Samen eine wichtige Winternahrung. Zusätzlich begeistert das Pfaffenhütchen im Herbst mit einer der intensivsten Laubfärbungen in Rot- und Orangetönen. Es wächst als sommergrüner Strauch bis zu 6 Meter hoch, verträgt Schatten ebenso wie Sonne und gedeiht auf fast jedem, auch kalkhaltigem Boden. Früher fertigte man aus dem harten Holz Spindeln oder Stricknadeln, weshalb er im Englischen 'Spindle Tree' heißt.

Sanddorn

Sanddorn mit orangenen Beeren

Sanddorn

Sanddorn (Hippophae rhamnoides) erkennt man sofort an seinen schmalen, silbrig-grauen Blättern und den dornigen Zweigen. Als robuste Pionierpflanze übersteht er Trockenheit, Salzluft und sandige Böden mühelos und eignet sich daher auch für exponierte Standorte. Seine orangeroten Beeren, die im Herbst reifen, enthalten außergewöhnlich viel Vitamin C – mehr als jede Zitrusfrucht. Da Sanddorn zweihäusig ist, benötigen Sie für einen fruchtenden Strauch immer eine männliche und eine weibliche Pflanze. Er wächst dornenreich und sonnenhungrig, verträgt kaum Schatten und wird bis zu 6 Meter hoch. Wie Hülsenfrüchtler bindet er über Wurzelknöllchen Stickstoff aus der Luft und verbessert so sogar magere, karge Sandböden nachhaltig.

Schlehe

Blühende Schlehe im Frühjahr

Schlehe

Die Schlehe (Prunus spinosa), auch Schwarzdorn genannt, gehört zu den ersten Blühern des Jahres: Schon im März bedeckt sie sich, noch vor dem Laubaustrieb, über und über mit weißen Blüten und ist damit eine wichtige erste Bienenweide. Die dunkelblauen, bereiften Steinfrüchte reifen im Herbst, schmecken roh aber sehr herb – erst nach dem ersten Frost werden sie milder und eignen sich zum Einlegen oder für Schlehenlikör. Dank ihrer Dornen und der dichten, wurzelnden Ausläufer bildet die Schlehe undurchdringliche Wildhecken, die zahlreichen Vögeln und Schmetterlingsraupen Lebensraum bieten. Sie wird 2 bis 4 Meter hoch. Als wichtiges Nährgehölz für zahlreiche heimische Schmetterlingsraupen gilt diese ökologisch als wertvoll.

Holunder

Schwarzer Holunder mit reifen Beeren

Holunder

Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist eines der bekanntesten heimischen Wildgehölze: Im Juni verwandeln seine großen, cremeweißen Blütendolden den Garten in eine duftende Sirup-Manufaktur, im Spätsommer folgen dunkle Beeren, die gekocht zu Saft oder Gelee verarbeitet werden – roh sind sie leicht giftig. Vögel lieben die Früchte, weshalb der Holunder auch als wichtiges Vogelnährgehölz gilt. Er wächst rasch zu einem ausladenden Großstrauch von 3 bis 7 Metern heran, ist äußerst anspruchslos an Boden und Standort und verträgt sowohl Sonne als auch Schatten. Früher galt er als Schutzbaum vor dem Bauernhaus. Im Volksglauben stand er stets unter dem persönlichen Schutz der Hausgöttin 'Frau Holle' und wurde kaum je gefällt.

Weide

Weidenkätzchen im Frühjahr

Weide

Weiden (Salix) zählen zu den ersten Frühlingsboten: Schon im Februar öffnen sich ihre pollenreichen, gelben Kätzchen – für viele Wildbienen und die Honigbiene nach dem Winter die erste wichtige Nahrungsquelle überhaupt. Die Salweide ist hierzulande die häufigste Wildart. Weiden lieben feuchte bis nasse Standorte und werden daher gerne an Bachläufen und Teichrändern gepflanzt, wachsen aber erstaunlich schnell und anspruchslos. Ihre biegsamen Ruten wurden traditionell zu Körben geflochten, und ihre Rinde enthält Salicin, den pflanzlichen Vorläufer von Aspirin. Je nach Art werden Weiden vom Zwergstrauch bis zum stattlichen Baum. Als Lebensraum für zahlreiche Insekten gehört die Weide zu den ökologisch wertvollsten Gehölzen.

Haselnuss

Haselnussstrauch mit Kätzchen

Haselnuss

Die Haselnuss (Corylus avellana) blüht schon ab Januar: Ihre gelben, herabhängenden Kätzchen liefern noch vor jedem Laubaustrieb wichtigen Pollen für früh fliegende Bienen. Die unscheinbaren, leuchtend roten weiblichen Blüten sitzen dagegen winzig klein an denselben Zweigen. Im Herbst reifen die bekannten, essbaren Nüsse, die auch bei Eichhörnchen und Eichelhähern sehr beliebt sind. Als dichter, schnellwüchsiger Großstrauch wird die Haselnuss bis zu 6 Meter hoch, verträgt Schatten hervorragend und gedeiht auf nahezu jedem Boden. Sie eignet sich daher besonders gut für naturnahe Wildhecken und Gartenränder. Früher nutzte man ihre biegsamen Ruten zum Flechten von Körben; im Volksglauben schützt Haselholz vor bösen Mächten.

Heckenkirsche

Rote Heckenkirsche mit Beeren

Heckenkirsche

Die Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) ist ein anspruchsloses, heimisches Wildgehölz für schattige Standorte, wo viele andere Sträucher kapitulieren. Von Mai bis Juni erscheinen unscheinbare, gelblich-weiße Blüten, aus denen paarweise angeordnete, rote Beeren reifen – für Menschen giftig, für Vögel jedoch eine willkommene Nahrungsquelle. Trotz ihres Namens ist sie botanisch keine Kirsche, sondern ein Geißblattgewächs. Sie wächst dicht und sommergrün, wird 1 bis 3 Meter hoch und eignet sich hervorragend als Unterpflanzung von Gehölzrändern oder als naturnahe Hecke. Rückschnitt verträgt sie ebenso klaglos wie schwierige Bodenverhältnisse. Ihre dichten verzweigten Triebe bieten Vögeln zudem einen geschützten Nistplatz.