Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose. So ganz richtig ist das nicht. Genau genommen gibt es zahlreiche Sorten in unterschiedlichsten Farben, Formen und Wuchsformen.

Rosen
Edelrosen
Edelrosen
Edelrosen, botanisch Teehybriden, sind die Stars unter den Rosen: Meist trägt jeder Stiel nur eine Blüte, was besonders elegant und filigran wirkt. Entstanden ist diese Gruppe im 19. Jahrhundert aus der Kreuzung von Teerosen und remontierenden Rosen; die erste weltbekannte Sorte, 'La France', kam 1867 auf den Markt. Mit ihrem straffen, aufrechten Wuchs von 60 bis 100 Zentimetern werden Edelrosen zum Blickfang in jedem Beet und eignen sich zudem hervorragend als Schnittblume. Sie bevorzugen einen sonnigen Standort, nahrhaften Boden und einen kräftigen Rückschnitt im Frühjahr und blühen von Juni bis in den Herbst hinein. In unserem Sortiment finden sich Schönheiten wie Kupferkönigin, Sweet Parole, Erotika sowie Gloria Dei.
Beetrosen
Beetrosen
Beetrosen, botanisch Floribunda-Rosen, entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts aus der Kreuzung von Polyantha- und Edelrosen und vereinen das Beste beider Elterngruppen in sich. Anders als Edelrosen bilden sie an jedem Trieb mehrere Blüten in dichten Dolden und wirken durch ihren kompakten, buschigen Wuchs von 40 bis 80 Zentimetern besonders üppig. Sie blühen zuverlässig und reichhaltig von Juni bis weit in den Oktober, sind pflegeleicht und robuster gegenüber Krankheiten als viele Edelrosen. Beetrosen lassen sich hervorragend in Gruppen pflanzen oder mit Stauden kombinieren und sorgen so für langanhaltende Farbtupfer im Beet. In unserem Sortiment führen wir unter anderem Leonardo da Vinci, Mariandel, Friesia oder Chorus.
ADR-Rosen
ADR-Rosen
ADR-Rosen haben eine der härtesten Rosenprüfungen der Welt bestanden: Die 'Allgemeine Deutsche Rosen-Neuheiten-Prüfung' testet über mehrere Jahre hinweg Frosthärte, Blüte, Duft, Krankheitsresistenz sowie Wuchsform an verschiedenen deutschen Standorten. Nur wer in allen Kategorien überzeugt, erhält das begehrte ADR-Prädikat, kann es bei nachlassender Qualität später auch wieder verlieren. Aktuell umfasst die Liste rund 160 ausgezeichnete Sorten, hervorgegangen aus über 2.000 geprüften Kandidaten; manche Jahrgänge, etwa 2014, brachten sogar nur eine Handvoll neuer ADR-Rosen hervor – für unsichere Gärtner sind ADR-Rosen daher besonders empfehlenswert: robust, gesund sowie zuverlässig blühfreudig. Mehr unter www.adr-rose.de.
Bodendecker-Rosen
Bodendecker-Rosen
Bodendecker-Rosen sind eine vergleichsweise junge Entwicklung der Rosenzüchtung: Erst seit den 1970er-Jahren züchten Rosenhäuser wie Kordes gezielt flach wachsende, sich flächig ausbreitende Sorten. Mit einer Höhe von meist 30 bis 60 Zentimetern, aber einer Breite von bis zu 1,5 Metern bilden sie in der Pflanzung dichte Ausläufer, die dem Unkraut kaum eine Chance lassen – ideal für Böschungen, große Flächen oder pflegeleichte Beete ohne Aufwand. Moderne Sorten sind zudem besonders gesund, blühfreudig und benötigen kaum Rückschnitt. Sie blühen meist mehrfach von Juni bis zum ersten Frost und eignen sich hervorragend als lebendige, dauerhaft blühende Alternative zu klassischem Bodendecker-Grün wie Efeu oder Storchschnabel.
Strauchrosen
Strauchrosen
Strauchrosen wachsen locker und natürlich und kommen freistehend als Solitär am schönsten zur Geltung. Mit einer Höhe von bis zu drei Metern sind sie ein wunderbarer Blickfang in größeren Gärten und eignen sich auch als informelle Blütenhecke. Man unterscheidet einmalblühende und öfterblühende Sorten: Letztere blühen nach der Hauptblüte im Frühsommer, einer kurzen Pause, meist noch einmal im Spätsommer bis Herbst. Lässt man die verblühten Blüten stehen, bilden viele Strauchrosen dekorative, vitaminreiche Hagebutten, die zudem auch Vögeln als Nahrung dienen. Zur Gruppe zählen sowohl robuste historische Wildrosenhybriden als auch moderne Züchtungen, die Blühfreude mit hoher Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten verbinden.
Kletterrosen
Kletterrosen
Wer seinen Garten mit einem Rosenbogen oder einem Rankgerüst an der Hauswand bereichern möchte, kommt an Kletter- oder Ramblerrosen nicht vorbei. Da Rosen von Natur aus nicht selbst klettern, müssen die Triebe an einer Rankhilfe festgebunden werden. Viele Sorten sind Sports bekannter Strauchrosen: Einzelne Triebe zeigen spontan ein stärkeres, kletterndes Wachstum, sodass eine neue Sorte entsteht, die bis auf den kräftigeren Wuchs mit der Ursprungssorte identisch bleibt. Kletterrosen werden meist zwei bis vier Meter hoch und blühen oft mehrmals, während die wüchsigeren Ramblerrosen bis zu zehn Meter erreichen können, dafür aber meist nur einmal im Frühsommer prachtvoll blühen. Beliebte Sorten sind New Dawn und Compassion.
Rosen-Tipps vom Gärtnermeister
Rosen wachsen in jedem normalen Gartenboden, am besten gedeihen sie jedoch in tiefgründigen, humosen, kalkhaltigen Mineralböden an sonnigen, luftigen Standorten. Der beste Zeitpunkt für die Pflanzung ist von Mitte Oktober bis Ende April, Frostperioden im Winter ausgenommen – lediglich in Behältern gezogene Container-Rosen lassen sich ganzjährig pflanzen. Vor dem Setzen sollte der Boden mit Kompost und organischem Dünger vorbereitet werden; der Pflanzabstand beträgt rund 40 Zentimeter, außer bei Strauch- und Kletterrosen. Wurzeln und Triebe werden auf etwa 20 Zentimeter zurückgeschnitten, die Veredelungsstelle sollte rund 4 Zentimeter unter der Bodenoberfläche liegen. Nach der Pflanzung werden die Rosen angehäufelt und gewässert.
Ab Ende Mai werden Rosen mit einem organischen Volldünger versorgt – dabei sind die Mengenangaben des Herstellers unbedingt zu beachten. Der Dünger sollte niemals über das Laub gestreut, sondern im gesamten Wurzelbereich auf dem Boden verteilt, eingearbeitet und eingegossen werden. Nach dem 15. Juli sollte nicht mehr gedüngt werden, da die Triebe sonst nicht mehr rechtzeitig ausreifen.
Bei Läusen und Pilzkrankheiten empfiehlt sich im Bedarfsfall die Bekämpfung mit Präparaten aus dem Fachhandel – besser ist es jedoch, von vornherein krankheitsresistente Sorten oder ADR-Rosen zu pflanzen, also ausgewählte, robuste Rosenneuheiten, die kaum Probleme mit Krankheiten haben. Gegossen werden sollte grundsätzlich nicht von oben, sondern direkt unter die Pflanzen, am besten mit dem Schlauch.
Verblühte Rosen werden während der Saison wöchentlich bis zum zweiten Blatt unter der Blüte zurückgeschnitten. Vor dem Winter schneidet man die Rosen auf etwa die Hälfte zurück und häufelt sie mit angerottetem Stallmist oder Kompost an. Im Frühjahr folgt ein weiterer Rückschnitt auf etwa 15 bis 20 Zentimeter bis zur nächsten Knospe, wobei ein Drittel der Triebe ganz herausgenommen wird; anschließend werden die Pflanzen wieder abgehäufelt.
Üppig: Schöne Rosen im heimischen Garten sind kein Hexenwerk – die richtige Pflege macht’s.
