Nahaufnahme grüner Nadeln

Nadelgehölze

Von duftenden Tannen bis zum uralten Ginkgo: Entdecken Sie unser vielfältiges Sortiment an robusten, meist immergrünen Nadelgehölzen für Ihren Garten.

Kiefern

Solitär-Kiefer im Garten

Kiefern

Kiefern (Pinus) erkennt man an ihren langen Nadeln, die je nach Art zu zweit, dreit oder fünft in kleinen Büscheln zusammenstehen. Als robuster Pionierbaum erobert die heimische Waldkiefer selbst karge, sandige Böden und benötigt vor allem eines: viel Licht. Ihre rotbraune, schuppige Rinde im oberen Stammbereich ist ein markantes Erkennungsmerkmal. Kiefern werden 20 bis 40 Meter hoch, wachsen zunächst rasch und entwickeln mit den Jahren eine malerische, oft schirmförmige Krone. Für kleinere Gärten eignet sich die niedrig wachsende Bergkiefer, die als Strauch kaum höher als zwei Meter wird und sich hervorragend für Steingärten eignet. Beliebt sind zudem die Schirmkiefern mit ihrer flachen Krone sowie kompakte Zwergformen.

Tannen

Tannenzweige mit weichen Nadeln

Tannen

Tannen (Abies) sind an ihren weichen, meist zweizeilig angeordneten Nadeln mit zwei silbrigen Wachsstreifen auf der Unterseite leicht von der stacheligeren Fichte zu unterscheiden. Ihre Zapfen wachsen aufrecht auf den Ästen und zerfallen dort direkt, statt wie bei anderen Nadelgehölzen als Ganzes zu Boden zu fallen. Die heimische Weißtanne wird bis zu 50 Meter hoch und kann mehrere hundert Jahre alt werden. Tannen sind sehr schattenverträglich und gedeihen am besten auf tiefgründigen, humosen und feuchten Böden. Als beliebtester Weihnachtsbaum gilt die Nordmanntanne, geschätzt wegen ihrer weichen Nadeln und guten Nadelhaltbarkeit. Auch die attraktive Coloradotanne mit ihren blauen Nadeln ist zudem als Ziergehölz beliebt.

Thujen

Säulenförmige Thujen im Garten

Thujen

Thujen, auch Lebensbäume genannt, tragen anders als klassische Nadelgehölze keine einzelnen Nadeln, sondern flache, schuppenförmige Zweige, die beim Zerreiben angenehm würzig duften. Die häufigste Art, der Abendländische Lebensbaum, stammt ursprünglich aus Nordamerika und wird bei uns vor allem als dichte, blickdichte Heckenpflanze geschätzt. Beliebt ist die Sorte 'Smaragd' mit ihrem satten, wintergrünen Farbton und der schmalen, kegelförmigen Wuchsform. Thujen wachsen zügig, vertragen Rückschnitt sehr gut und stellen kaum Ansprüche an den Boden, sollten aber besonders in den ersten Jahren regelmäßig gewässert werden. Wer schnelleren Sichtschutz auf größerer Fläche sucht, greift eher zur schnellwüchsigen Sorte 'Brabant'.

Eiben

Formgeschnittene Eibe im Garten

Eiben

Die Eibe (Taxus baccata) zählt zu den am längsten lebenden Bäumen Europas und übersteht selbst einen radikalen Rückschnitt bis ins alte Holz mühelos, da sie zuverlässig wieder austreibt. Ihr dunkelgrünes, dichtes Nadelkleid macht sie zur klassischen Formgehölz- und Heckenpflanze, wie man sie seit Jahrhunderten in Schlossgärten findet. Sie gedeiht an sonnigen wie an schattigen Standorten und verträgt fast jeden Boden, wächst dabei aber sehr langsam. Anders als andere Nadelgehölze bildet die Eibe keine Zapfen, sondern rote, fleischige Samenmäntel; Nadeln und Samen sind für Menschen und viele Tiere hochgiftig. Sie zählt damit zu den pflegeleichtesten und langlebigsten Nadelgehölzen und eignet sich ideal für geformte Hecken.

Wacholder

Wacholder in verschiedenen Wuchsformen

Wacholder

Wacholder (Juniperus) ist mit über 60 Arten eine der vielseitigsten Nadelgehölzgattungen: Von stacheligen Nadeln bei jungen Trieben bis zu weichen Schuppenblättern im Alter reicht die Bandbreite ebenso wie von kriechenden Bodendeckern bis zu säulenförmigen Solitären. Der heimische Gemeine Wacholder wächst auf kargen, trockenen Heideböden und gilt als äußerst genügsam und winterhart. Seine blauschwarzen, beerenartigen Zapfen reifen erst im zweiten Jahr und werden traditionell zum Würzen von Sauerkraut sowie zur Herstellung von Gin verwendet. Wacholder liebt sonnige, warme Standorte und wächst insgesamt eher langsam. Für schmalere Gärten eignen sich auch säulenförmige Sorten wie 'Skyrocket', die kaum in die Breite wachsen.

Gingko

Goldgelbe Ginkgo-Blätter im Herbst

Gingko

Der Ginkgo gehört zu den ältesten Baumarten der Erde und gilt als lebendes Fossil: Seine Vorfahren gab es bereits vor über 200 Millionen Jahren, lange bevor die ersten Dinosaurier die Erde bevölkerten. In China sollen noch heute Exemplare stehen, die mehrere tausend Jahre alt sind. Anders als die meisten Nadelgehölze ist der Ginkgo laubabwerfend: Seine fächerförmigen Blätter färben sich im Herbst leuchtend gelb, bevor sie abfallen. Der robuste, genügsame Baum verträgt Hitze, Trockenheit sowie Luftverschmutzung ausgezeichnet und wird deshalb gerne als Stadtbaum gepflanzt. Nur weibliche Bäume bilden Früchte, die unangenehm riechen. Da er kaum unter Schädlingen oder Krankheiten leidet, gilt der Ginkgo als sehr pflegeleicht.

Fichten

Blaue Fichte im Garten

Fichten

Die Fichte (Picea) lässt sich leicht von der Tanne unterscheiden: Ihre Nadeln stehen rundum am Trieb statt zweizeilig, sind spitz und stechend, und ihre Zapfen hängen nach unten statt aufrecht zu stehen und fallen als Ganzes zu Boden. Die heimische Rotfichte wird bis zu 50 Meter hoch, wächst rasch, bildet aber nur flache Wurzeln und ist dadurch anfällig für Sturm sowie in trockenen, warmen Sommern für den Borkenkäfer. Sie bevorzugt kühle, feuchte Standorte und saure, humose Böden. Als Ziergehölz beliebt ist die silbrig-blaue Blaufichte, für kleine Gärten eignet sich die schlank wachsende Serbische Fichte hervorragend. Als beliebter Weihnachtsbaum verliert sie im warmen Zimmer schneller ihre Nadeln als eine Nordmanntanne.

Leylandzypresse

Leylandzypresse im Garten

Leylandzypresse

Die Leylandzypresse (x Cuprocyparis leylandii) ist eine der wuchsfreudigsten Koniferen überhaupt: Mit bis zu einem Meter Zuwachs im Jahr zählt sie zu den schnellstwachsenden Nadelgehölzen und eignet sich hervorragend für rasch blickdichte Hecken. Entstanden ist sie 1888 eher zufällig in Wales, als sich Monterey-Zypresse und Nootka-Scheinzypresse kreuzten. Ihre dichten, dunkelgrünen Nadeln bleiben ganzjährig attraktiv, sie verträgt sowohl Sonne als auch Halbschatten und stellt an den Boden kaum Ansprüche und gedeiht sogar in Küstennähe. Wichtig: Regelmäßig ab dem ersten Jahr schneiden, denn ins alte, blattlose Holz treibt sie nicht mehr aus. So bleibt sie schlank und dicht und zählt zu unseren beliebtesten Heckenpflanzen.