Kunstvoll geschnittene Formgehölze in einem Park

Formgehölze

Formgehölze sind streng genommen keine eigene Pflanzenart, sondern das Ergebnis einer jahrhundertealten Schnitttechnik, die auf ganz unterschiedliche Gehölze angewendet wird – mit einer überraschend langen Geschichte.

Weg gesäumt von kunstvoll geschnittenen Formgehölzen

Von der Antike bis zu den Tanzlinden

Abbildungen kunstvoll geschnittener Gehölze finden sich bereits im Römischen Reich und im antiken Persien. Der römische Schriftsteller Plinius der Jüngere schwärmte in seinen Briefen von Bäumen, die zu Tierfiguren oder Schiffen geschnitten waren. Mit den Römern verbreitete sich dieser Formschnitt über weite Teile Europas, geriet jedoch mit dem Ende des Römischen Reiches zunächst wieder in Vergessenheit. Allein in Klostergärten überlebte die Kunst in Form von Beeteinfassungen. Etwa zur gleichen Zeit entwickelte sich hierzulande eine andere, besondere Art des Pflanzenschnitts: Man nutzte Linden als Tanz- oder Gerichtsbäume, indem Holzreifen über die starken Äste gespannt und darauf Dielen verlegt wurden. Solche Tanzlinden lassen sich heute noch besichtigen, etwa in Peesten oder Sachsenbrunn.

Renaissance und Barock: Formgehölze als Machtsymbol

Erst in der Renaissance, als man alte Ideen wiederbelebte, kam der Formschnitt erneut in Mode, und ganze Gartenlandschaften wurden mit Formgehölzen gestaltet. In streng geometrischen Mustern dienten die geschnittenen Pflanzen als Strukturelemente und symbolisierten die Herrschaft des Menschen über die Natur – zu den berühmtesten Beispielen dieses Stils zählen die Gärten der Villa Medici in Rom. Ihren Höhepunkt erreichten die Formgehölze im Barock, als zahlreiche Schlösser ihre Gärten nach dem Vorbild von Versailles gestalten ließen und Fürsten damit ihre Macht demonstrierten. Zu bewundern ist dies noch heute in den Schlossgärten von Herrenhausen oder Schwetzingen.

Reihen kugelförmig geschnittener Gehölze in der Baumschule
Reihen kegelförmig geschnittener Nadelgehölze

Formschnitt heute

Auch heute sind Formgehölze wieder gefragt: Kombiniert man streng geschnittene Elemente mit natürlich wachsenden Formen, lassen sich im Garten mühelos Akzente setzen und die Wirkung des Gesamtbildes deutlich steigern. Aber auch als Einzelelement macht ein Formgehölz jeden Garten interessanter. Da viele Formgehölze auch als Kübelpflanze gedeihen, lassen sie sich zudem hervorragend auf Terrasse und Balkon einsetzen.

Rasenfläche mit geschnittenen Formgehölzen
Gärtner beim Formschnitt einer Hecke

Pflege: Der richtige Schnitt

Um die perfekte Form dauerhaft zu bewahren, ist regelmäßige Pflege nötig – meist reichen ein bis zwei Rückschnitte pro Jahr, am besten an einem bedeckten Tag, damit die frisch geschnittenen Triebe nicht durch pralle Sonne verbrennen. Besonders gut für den Formschnitt eignen sich schnittverträgliche Gehölze wie Buchsbaum, Eibe, Liguster oder Hainbuche.

Unser Sortiment

Wir haben in unserer Baumschule viele verschiedene Formgehölze in unterschiedlichsten Größen und Formen im Sortiment, wie zum Beispiel Buchsbaumkugeln, Obstspalierbäume, Platanen in Dachform, Hainbuchen in Quaderform oder Wolkenbäume.

Kommen Sie doch einfach bei uns vorbei – wir zeigen Ihnen gerne unsere Formgehölze und beraten Sie, welche Form am besten zu Ihrem Garten passt.

Torbogen mit Kübelpflanzen und Formgehölzen